Rezension zu Markus Heitz – Wedora

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Rezension zu Markus Heitz – Wedora

Was mir an dem neusten Werk von Markus Heitz gefallen hat und warum ich dennoch finde, dass dieser Autor eigentlich besser schreiben kann. 

Klappentext:

Eine geheimnisvolle Stadt inmitten der Wüste. Eine Millionen Einwohner, umgeben von Feinden. Und zwei Reisende, die Wedora retten oder vernichten können.

In der schwer befestigten Wüstenstadt Wedora warten gefährliche Herausforderungen auf die Freund Liothan und Tomeja, die es auf magische Weise in die gewaltige Metropole verschlagen hat.

Als Tomija vom geheimnisumwitterten Herrscher der Stadt zur oberste Gesetzeshüterin berufen wird, kann sie nicht ahnen, dass sie bald nicht nur gegen Verbrecher und mörderische Intrigen vorgehen muss, sondern auch gegen ihren Freund aus Kindheitstagen – den Liothan macht sich unterdessen in Wedoras Unterwelt einen Namen. Doch damit nicht genug. Zwei benachbarte Reichen rüsten zum Krieg, und die neutrale Handelsstadt droht, darin verwickelt zu werden. Liothan und Tomeija werden plötzlich zu den entscheidenden Figuren in einem mörderischen Konflikt, der Wedoras Ende bedeuten könnte.

Das neue Dark Fantasy-Meisterwerk von Bestseller Autor Markus Heitz führt die Leser zurück in die ebenso faszinierende wie tödliche Wüstenmetropole Wedora.

Zum Buch:

Die Grundidee ist wie meistens bei Markus Heitz total genial. Ich liebe die Wüstenstadt, den Aufbau, die Idee dahinter. Tomija ist auch sofort wieder in ihrem Element. Verbrecher jagen, da war sie schon in ihrer alten Heimat die Beste. Es ist eigentlich eine logische Konsequenz, dass ausgerechnet sie zur obersten Verbrechensjägerin erklärt wird. Liothan hat ein ganz anderes Problem. Durch seine Ungeduld hat er wenig Interesse daran zu lernen und begibt sich dafür auf einen Streifzug durch die unterirdischen Tunnel der Stadt.

Während Tomeijas erster Auftrag sie raus aus der Stadt zu der berüchtigten Sandwacht führt, stellt er fest, dass unter Wedora mehr leben herrscht, als er angenommen hätte.

Wie bereits geschrieben. Die Grundidee ist fantastisch. Die Protagonisten sind liebenswert und die Stadt gut ausgedacht. Leider hatte ich gerade auf den ersten 200 Seiten das Gefühl, dass es vor allem darum ging die 650 Seiten voll zu bekommen. Tomeijas erster Auftrag hat eigentlich nicht viel mit der Geschichte zu tun, sondern endet vor allem in sinnlosem Gemetzel und da bin ich von Markus Heitz eigentlich mehr gewöhnt.  Es kommt zu einer Szene in der AUSVERSEHEN mal eben 50 Leute getötet werden und das ist noch der kleinere Teil. Man könnte sagen, das Blut läuft geradezu aus den Seiten. Die Geschichte um Liotan hat da weit mehr Raffinesse, der Dieb mit Herz schafft es, sinnloses Töten abzuwenden.

Der hintergründige Grundplott war wieder gut und plausibel. Die zwei sich bekriegenden Reiche hatten jeden Grund diesen Krieg zu beginnen und auch die Schlacht war interessant und taktisch gestaltet.

Der Metaplott, der sich in Walfor, dem Heimatort von Tomeija und Lothan abspielte war ebenfalls ziemlich blutig, aber interessant. Wurde aber doch etwas albern gelöst.

Dennoch hört auch der zweite Band mitten in der Geschichte auf. Bis auf die zwei Andeutungen erfährt man nichts mehr über die Lebenden im Verwesungsturm. Dafür, dass dieses Thema Tomeija so an die Nieren ging, war es für das Buch wohl doch zu unwichtig. Was es mit dem Stadthalter des Heilerviertels auf sich hat bleibt auch im ungewissen. Auch hier nur Andeutungen.

 

Fazit:

Am Ende des zweiten Bandes bleibt Wedora leider eine Rollenspielerabhandlung. Zu viele Fragen sind ungeklärt und innerhalb des Buches trat deutlich der Game of Thrones Effekt auf. Was mit viel Potential startete wurde leider nur Mittelmäßig umgesetzt, was mich besonders traurig macht, da Markus Heitz zu meinen Lieblingsautoren zählt und ich bis jetzt eigentlich immer das Gefühlt hatte, dass der an sich selbst höhere Ansprüche stellt. Dennoch hat das Buch mich gut unterhalten und einige der eingeführten Charaktere wurden auch näher beleuchtet und obwohl mich weder der Erste, noch der zweite Teil vollkommen überzeugen können finde ich es schade, dass es keinen weiteren geben wird.

Hier geht es zur Rezension von Band 1:

Markus Heitz – Wedora – Staub und Blut

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