Rezension – Tereza Vanek – Im Dienste der Gräfin ♥♥♥♥♡

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Rezension – Tereza Vanek – Im Dienste der Gräfin ♥♥♥♥♡

Klappentext:

1606: Durch eine Seuche zur Waise geworden, gelangt die 17-jährige Emilia in die Dienste der Gräfin Elisabeth Bathory, der mächtigsten Frau Ungarns. Emilia ist glücklich über die Möglichkeit ihrer Berufung zur Gewandschneiderin folgen zu können, doch schon bald überschatten Todesfälle und Misshandlungen das Leben am Hof. Obwohl Emilia in der Gunst der Gräfin steht, die ihre Fähigkeiten schätzt und ihr vertraut, erkennt sie eine dunkle Seite an ihrer neuen Dienstherrin. Als sie sich in Istvan verliebt, der ebenfalls schicksalshaft mit Elisabeth verbunden ist, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu und Emilia gerät in einen lebensgefährlichen Strudel aus seelischen Abgründen und politischen Ränkespielen.

Zum Buch:

Emilia hat ihre Familie verloren, doch sie ist nicht hilflos. Obwohl ihr Onkel und ihre Tante das ganze Vermögen ihrer toten Eltern versoffen hat, kann Emilia eines sehr gut. Nähen und Gewänder entwerfen. Dieses Wissen hat sie von ihrem Vater, der selbst ein Schneidermeister war.

Genau diese Fähigkeiten bringt ihr einen fragwürdigen Platz im Haushalt von Elisabeth Bathory ein, in deren Gunst sie schnell nach oben steigt, doch jeder im Haus weiß, umso höher man in der Gunst der Gräfin steht, umso tiefer kann man fallen.

Obwohl sie sich so gut sie kann für die Mädchen im Hause der Gräfin einsetzt kann sie nicht verhindern, dass die ein oder andere schwer krank ihr Leben verliert, nachdem sie mit grausamen Strafen für kleine Vergehen bereits stark geschwächt sind.

Doch da ist auch Istvan, von dem sie nicht weiß, ob sie ihm trauen kann oder nicht, oder welchen Auftrag er in diesem Haushalt überhaupt spielt.

Fazit:

Das Buch zu lesen hat wirklich Spaß gemacht. Die Gräfin ist in der Literatur eine bereits bekannte Größe, so wird sie gerne als das weibliche Vorbild zu Dracula genommen. Auch in diesem Buch wird schön dargestellt, wie es wohl sein hätte können. Trotzdem fehlte mir etwas bei dem Buch. Die Handlung ist durchaus spannend, es gibt immer wieder neue Opfer und so immer wieder neue Fragen die sich aufwerfen, aber am Ende bin ich mir nicht so ganz sicher, welche Geschichte hier erzählt wurde. War es die der Gräfin? Die von Emilia? Die der Opfer?

Lobenswert ist, dass Emilia eine durchaus starke Frau ist, die ihren Weg geht. Anstelle bei dem fahrenden Händler zu bleiben, dem sie für 2 Flaschen Schnaps mehr oder weniger verkauft wurde hat sie ihr Können genutzt um eine besser Anstellung zu finden. Anstatt ihre aussichtslose Liebe aufzugeben hat sie einen Weg gesucht, sie möglich zu machen und ich mag die Loyalität mit der sie ihrer Dienstherrin zur Seite steht.

Viele andere Figuren bleiben jedoch blass. So sind die beiden „bösen“ Aufsichtsdamen lediglich grausam um grausam zu sein. Es wird nie erklärt, woher dieser Hang gekommen sein könnte. Die Erklärung bei der Gräfin selbst ist immerhin gegeben, doch auch etwas flach.

Alles in allem hat das Buch eine solide Schreibleistung erbracht, ich habe es gerne gelesen und kann nicht genau benennen, was mir denn noch gefehlt hätte. Für Fans von historischen Figuren ist es auf jeden Fall ein Lesemuss, da auch ohne einen Fantasyteil gut beschrieben wird, wie die Dame zu diesen Blutrünstigen Ruf kommen konnte.

 

Hier könnt ihr das Buch übrigens bekommen:

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