Markus Heitz – Wedora ♥♥♥♡♡♡

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Markus Heitz – Wédora, Staub und Blut (Rezension ****)

Lebensspendend oder todbringend, geheimnisvoll oder verkommen – Juwel der Wüste oder Ende aller Hoffnung? Willkommen in Wédōra, dem Schauplatz von Markus Heitz‘ neuem Dark-Fantasy-Roman „Wédōra – Staub und Blut. Im Mittelpunkt einer gigantischen Wüste liegt die schwer befestigte Stadt Wédōra. Sämtliche Handelswege der 15 Länder rings um das Sandmeer kreuzen sich hier, Karawanen, Kaufleute und Reisende finden Wasser und Schutz. In diese Stadt verschlägt es den Halunken Liothan und die Gesetzeshüterin Tomeija. Doch Wédōra steht kurz vor einem gewaltigen Krieg, denn die Grotte mit der unerschöpflichen Quelle, die die Stadt zum mächtigen Handelszentrum hat aufsteigen lassen, war einst das größte Heiligtum der Wüstenvölker. Nun rufen die geheimnisvollen Stämme der Sandsee zum Sturm auf die mächtige Stadt. Liothan und Tomeija geraten schnell in ein tödliches Netz aus Lügen und Verschwörungen, besitzen sie doch Fähigkeiten, die für viele Seiten interessant sind.

Das Buch selbst habe ich innerhalb von einem Tag verschlungen.

Die Stadt Wedora ist eine wirklich detailreich ausgemalte Stadt. Ein interessanter Ort, an dem alles Passieren kann. Dazu liebe ich die Bücher von Markus Heitz. Schon als jugendliche habe ich Uldtrat verschlungen, später die Judasreihe und auch Blutportale und die dazugehörenden Bücher.

Die Idee hinter Wedora ist großartig. Die beiden Hauptfiguren sind, obwohl sie relativ flach gehalten wurden, doch sehr liebenswert.

Einige Passagen ergaben für mich keinen Sinn. Also die Passagen an sich schon, aber zum Ende hin wirkte es, als hätte Herr Heitz sie einfach vergessen. Viele Dinge wurden angeschnitten, mit eigenen Kapiteln versehen und verlaufen sich dann, im wahrsten Sinne des Wortes, im Sande.

Dank einer wundervollen Livelesung (nachzusehen auf Lovleybooks) weiß ich, dass für die nächsten JAHRE keine Fortsetzung geplant ist, es war also klar, dass diesen Dingen nicht nachgegangen wird. Was passiert jetzt mit dem Wissen um den Verwesungsturm? Wer oder was ist jetzt der Herrscher dieser Stadt? Scheinbar ist er älter als 250 Jahre? Was passiert mit dem Wüstenvolk? Welche Behauptung über unsere liebe Tomeja ist nun wahr? Welchen Sinn hatten die Blicke in die Welt, aus der unsere zwei Helden stammten?

Und vor allem, was ist mit diesen Echsen?

Es fühlt sich wirklich an, wie ein Rollenspielabenteuer, bei dem die losen Enden durch die Spieler nicht genug Beachtung bekommen haben, so dass man darauf verzichtete, sie auszubauen.

Ich denke das in diesem Projekt durchaus viel Herzblut lag. Die Ideen mit den Reisetieren, das Wüstenvolk, die Entstehung Wedoras und die Informationen, die man am Anfang der Kapitel immer bekommt sind gut durchdacht. Der Hintergrund der Charaktäre wird lediglich angeschnitten, ist aber in diesem Buch auch nur teilweise von Belang. Wobei mich die Vergangenheit von Tomejia durchaus interessieren würde. Liothan dagegen ist ein typischer Schurke. Da ist nicht viel Hintergrund, außer seine Familie, die er über alles liebt.

Alles in allen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, lediglich die Auflösung und die fehlenden Enden haben mich dann doch gestört, sie waren eigentlich zu plump für diesen Autor. Man bleibt zurück, wie nach einem guten Essen, bei dem es einen schlechten Nachtisch gab. Markus Heitz Schreibstil ist tadellos. Daran gibt es nichts zu meckern und ich hoffe, dass im nächsten Buch auch wieder das Ende passt und das darf von mir aus auch gerne ein Cliffhanger sein, dann muss es jedoch weiter gehen.

Für Wedora, dass nicht auf eine Fortführung ausgelegt ist gibt es von mir nur 3,3 Punkte, was mir wirklich weh tut. Gerade, weil Herr Heitz in meinen Augen zu den wirklich Guten zählt. Vielleicht bin ich auch darum etwas kritischer. Ich freue mich dennoch auf sein nächstes Buch, dass ich mit Sicherheit bald lesen werde.

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