Marah Woolf – Götterfunke – Liebe mich nicht ♥♥♥♥♥

e683c71f-090a-44e5-8afb-5fdbdc49b18e„Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?“ Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. „Liebe mich nicht.“ Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?

„Gefunden“ hat mich dieses Buch über die Zeilenspringer, wie so viele andere, gerade aktuelle Bücher auch. Mir hat das Cover sehr gut gefallen. Ich bin einfach doch so typisch Mädchen. Da war die Freude natürlich groß, als mein Mann mir dieses Buch gekauft hat.

Die Idee, die griechischen Götter in die aktuelle Zeit zu setzten gefällt mir sehr gut. Vor allem hat Marah Woolf es wunderbar umgesetzt. In ihrer Geschichte zeigt sie, dass Götter auch nur Menschen sind und wenn man ausversehen seine Ex verschluckt, dann kann das schon mal passieren.  Wir wollen hier  niemanden ansehen, nicht war Zeus?

In diesem Buch begleiten wir Jess, sie ist kurz davor achtzehn zu werden und hat einen Plan, ihr zukünftiges Leben betreffend. Während sie sich um ihre Mutter und die jüngere Schwester kümmert möchte sie Archäologie studieren.  Um dies wirklich tun zu können hat sie ihre beste Freundin Robyn überredet den Sommer nicht faul am Strand sondern in einem Camp in den Rockys zu verbringen.

Es soll der letzte Sommer der Klicke werden. Nach dem nächsten Schuljahr würden sie getrennte Wege gehen und so ist dieses Camp nicht nur Urlaub, sondern viel mehr auch die Abschlussparty eines mehr oder weniger unbeschwerten Lebens.

Wie zu erwarten kommt es anders, als der mysteriöse Cayden zusammen mit seinen nicht minder mysteriösen Verwandten auftaucht. Der hat nämlich ganz andere Probleme als unsere Protagonistin. Wenn er nicht endlich ein Mädchen findet, dass seinen Verführungskünsten widerstehen kann, wird es nichts mit der Sterblichkeit, nach welcher er sich so sehr sehnt.

Drei Versuche hat er jedes Jahrhundert und bis jetzt ist es ihm nicht gelungen.

Im Camp beginnt ein Katz und Maus spiel um Caydens Aufmerksamkeit und als ob das nicht genug ist, beginnen Robyn und Jess sich ausgerechnet wegen einen Jungen zu streiten.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Gerade die Götter sind sehr menschlich dargestellt und das macht sie liebenswert. Niemand nimmt sich heraus als „perfekt“ zu gelten, im Gegenteil. Im Verlauf des Buches stellt man fest, dass es viele Probleme gar nicht gegeben hätten, wenn diese alten, weisen Götter hin und wieder miteinander kommunizieren würden.

Das Buch läd zum mitfiebern ein, Cayden der ganz klar Gefühle für Jess entwickelt und dennoch seine Aufgabe nicht aus den Augen verliert. Die Gefühle, die Jess durchmachen muss und auch der Streit, der mit Robyn erst langsam, dann immer schneller in Fahrt kommt.

Was ich schade finde ist die Charakterentwicklung von Robyn. Immerhin kennen Jess und Robyn sich schon seit Jahren und sind auch seit Jahren befreundet, sogar noch aus der Zeit bevor Jess Vater die Familie wegen einer jüngeren verlassen hat. Aber auch diese Entwicklung wird erklärt und ist dadurch gut nachvollziehbar und daher nur eine persönliche Note.

Auch etwas vermisst habe ich die Präsenz ihres zweiten besten Freundes, der in diesem Buch scheinbar keinerlei weitere Bedeutung hat, zumindest ist er eigentlich nicht da, wenn sie ihn am dringendsten brauchen würde. Er ist ebenfalls mit einem Mädchen beschäftigt und bis auf einen Ausflug und etwas Trost gegen Ende macht er sich rar. Aber wenn man der Leseprobe von Band 2 trauen kann, ändert sich das im nächsten Teil.

Zwischen Altgriechisch und Monstern kämpft Jess um ihr Herz und ein wenig auch um ihre Würde. Sie lernt in diesem Sommer neue Freunde kennen und muss feststellen, dass das Blatt sich schneller wenden kann als man glauben möchte. Dabei hatte sie sich für diesen Sommer vor allem eines geschworen. Sich nicht durch Herzensangelegenheiten ablenken zu lassen.

Ich kann es jetzt schon kaum erwarten, bis es im September endlich weiter geht und ich muss zugeben, ich habe das den nächsten Band schon vorbestellt. Würde es sich um eine englische Autorin handeln, ich würde jetzt ins Englische wechseln um die Übersetzungszeit zu umgehen.

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14 Gedanken zu „Marah Woolf – Götterfunke – Liebe mich nicht ♥♥♥♥♥“

  1. Ha, so verschieden sind die Geschmäcker, ich mag das Cover, abgesehen von den Farben, so gar nicht. Aber auf den Inhalt kommt es ja an und der hat mich auch genug überzeugen können, dass das Buch in mein Regal gewandert ist. Ich werde es mir wohl als nächstes vornehmen, denn moderne Versionen der griechischen Mythologie mag ich immer sehr.

    1. Das ist witzig, weil ich eigentlich gar nicht so der Rosatyp bin. Jetzt, wo ich das Buch gelesen habe finde ich auch, dass die Dame auf dem Cover zu alt und zu „hart“ rüber kommt. So würde ich Jess gar nicht einschätzen. Ich bin wirklich gespannt, wie das Buch dir gefällt. 🙂

  2. Das den griechischen Göttern geradezu menschliche Züge angedichtet wurden, war schon in der Antike so. Auf diese Weise war es auch einfacher, eine Erklärung zu finden, warum dieser oder jener Gott sich so oder so verhalten hat.

    Das Thema Sterblichkeit ist ja nicht ganz neu in der Literatur. Auch deshalb wäre ich gespannt darauf, welche Aspekte hier aufgegriffen werden.

    Viele Grüße,
    Ulrike

    1. Hallo Ulrike,

      ich muss zugeben, das Thema Sterblichkeit wird in Band 1 nur als Grund für die Wette aufgegriffen. Warum der gute Gott sterblich werden will wird uns noch verschwiegen, vielleicht finden wir im nächsten Teil mehr dazu heraus.

      Liebe Grüße
      Kani

  3. Huhu!

    Das Foto ist direkt schon mal richtig süß, was ist denn das in dem Einhornglas? Ich würde ja auf Erdbeer-Shampoo tippen.

    Das Buch sieht man im Moment ja wirklich überall, und das Cover springt ja auch sehr ins Auge. 🙂

    Eigentlich möchte ich es ja auch noch lesen, ich habe nur die Befürchtung, dass meine Bad-Boy-Allergie da ausbrechen könnte. Außerdem stelle ich mir vor, dass ein Typ, der anscheinend so unwiderstehlich ist, ganz schön von sich eingenommen sein müsste! 😉

    LG,
    Mikka

    1. Huhu!
      Endlich komme ich zum antworten!
      In dem Glas (eigentlich eine Flasche) ist „Happy End“ ein Erdbeerlikör, der wesentlich besser klingt als schmeckt. Aber da ich gleich 2 mal nacheinander Bücher ohne Happy End lesen musste war ich doch sehr anfällig, für die Flasche.
      (Ob der mit Cocos wohl besser geschmeckt hätte?)
      Ich denke du kannst es durchaus lesen, er ist nicht wirklich ein Bad Boy, ein Idiot ja, aber kein Bad Boy. Er hat da diese Wette zu gewinnen, die sein Leben verändern soll und ausgerechnet da kommt dieser kleine Rotschopf und verdreht ihm den Kopf. Eigentlich ist seine Rolle sogar eher tragisch. Die Götter sind sehr Menschlich dargestellt. Obwohl unwiderstehlich sind sie in diesem Buch einfach nur Menschen. Wie wir mit vielen Fehlern aber einem guten Herzen.

      Lass dich also nicht abschrecken und trau dich ran!
      LG
      Kani

  4. Hallo,
    Das Buch liegt bereits auf meinem Sub und ich hoffe ich komme bald dazu es zu lesen! Deine Rezension hat mich umso neugieriger darauf gemacht, das trifft genau meinen Geschmack und Marah Woolf schreibt einfach genial gut 🙂 finde ich.
    LG Sonja

    1. Ich habe es in einer Nacht verschlungen, mein nächster Tag hat es mir nicht gedankt, aber es hat unglaublich gut getan. Die Leseprobe für den nächsten Teil hat mir den Rest gegeben. Ich hab den nächsten Band gleich vorbestellt. Mein Bücherdealer lacht sich ins Fäustchen, bei den ganzen Vorbestellungen, die ich so tätige, manchmal glaub ich, dass ich seine Ladenmiete ganz alleine bezahle. 🙂

  5. Die altgriechischen Götter in die moderne Zeit zu versetzen, finde ich eine tolle Idee. Schön, dass Dir die Umsetzung auch noch gut gefallen hat und Du Dich schon auf eine Fortsetzung freuen kannst.

    LG Gabi

    1. Mara Woolf hat das wundervoll umgesetzt. Man darf nicht vergessen, dass dieses Buch aus der ab 14 Abteilung kommt, aber ein wenig Kurzweil ist immer wieder willkommen.

      LG
      Kani

  6. Mir ist das Cover etwas zu rosa, aber vielleicht ist es etwas für meine Tochter. Wir haben zusammen schon mal ein paar Bücher gelesen, in denen die griechischen Götter in Inkarnationen weiterlebten. Das Thema gefiel ihr.
    Grüße
    Silvia

  7. Hey!
    Du hast das Buch aber fototechnisch wirklich schön in Szene gesetzt. Gefällt mir sehr!
    Auch mir hat das Buch sehr gefallen und ich freue mich schon auf den 2. Band. Auch ich fand Robyns Verhalten total daneben, muss aber gestehen, dass ich nicht nachvollziehen konnte, warum sie so agiert. Von daher war das für mich schon ein Manko an diesem Buch. Meiner Ansicht nach hätte Marah Woolf hier noch deutlicher darstellen sollen, was Robyns Beweggründe sind. So wirkt es, auf mich, so, als wäre es nie eine richtige Freundschaft zwischen Robyn und Jess gewesen, sondern als hätte Robyn sich mit Jess nur umgeben, damit sie die Tolle ist und jemanden hat, der in ihrem Schatten steht.
    Viele Grüße
    Yvonne

    1. Das Verhalten von Robyn war wirklich ein Minuspunkt. Soweit ich in den zwei Leseproben für den zweiten Teil gelesen habe, verbessert es sich auch nicht sonderlich. Bleibt nur zu hoffen, dass ihr bester Kumpel jetzt mal etwas mehr Zeit für sie hat.

      Alles Liebe
      Kani

  8. Das Cover schreckt mich ja ab, gefällt mir leider gar nicht. So quietschig, aber die Geschichte interessiert mich. Die Idee dahinter scheint richtig gut zu sein. Hoffentlich sehe ich das auch so 😀
    Liebe Grüße
    Lisa

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