Kiera Cass – Selection – Der Erwählte

Cass - Der ErwählteKiera Cass – Selection – Der Erwählte

Klappentext:

35 perfekte Mädchen waren angetreten. Nun geht das Casting in die letzte Runde: Vier Mädchen träumen von der Krone Illeás und einer Märchenhochzeit. America ist noch immer die Favoritin von Prinz Maxon,doch auch ihre Jugendliebe Aspen umwirbt sie noch immer heftig. Sie zögert, denn sie liebt beide. Doch jetzt ist der Moment der Entscheidung gekommen: America hat ihr Herz vergeben, mit allen Konsequenzen. Komme, was wolle …

Zum Buch:

Vorsicht diese Meinung enthält Spoiler!

Ich habe ja alle drei Bände in 3 Tagen gelesen. Regelrecht verschlungen. Trotzdem bekommt dieser Band lediglich 3 Sterne. Woran das liegt ist für mich recht einfach festzumachen.

Kiera Cass hat eine wirklich interessante und mitreißende Welt geschaffen. Es gab das Potential für große Konflikte, für Heldentaten, für Revulution.

Mit America als Protagonistin hatte sie jemanden, der die Herzen eroberte. Bedenkt man aus welcher Kaste America besteht kann ich ihr sehr gut verziehen, dass sie von vielen als „dumm“ und „unbeherrscht“ angesehen wird. Man darf nicht vergessen, dass jedes der anderen Mädchen eine höhere und bessere Bildung hat, als sie. Auch, wenn ihre Eltern alles taten, was in ihrer Macht stand, America hatte nie die gleichen Chancen, wie Kriss oder Celeste.

Was ist also in diesem Buch passiert, das mich dazu veranlasst hat, lediglich 3 Herzen zu vergeben.

Das ist zum einen, wie der gute Prinz sie behandelt. Er dachte ihr sei nichts peinlich? Das sagt er ihr so ins Gesicht? Mir ist die Kinnlade runter gefallen, bei dieser Szene. Immerhin findet er sie doch gerade wegen ihrer offenen und aufbrausenden Art so toll. Weil sie ihn eben nicht belügt und ihm eben nicht nur sagt, was er gerne hören möchte. Alles was sie getan hat hat sie aus gutem Gewissen, vielleicht mit etwas trotz aber nach ihrem Wissensstand aus getan. Sie erlebte Hunger, sie erlebte, wie ein 9 Jähriger ausgepeitscht wurde, weil er sich etwas zu essen stahl. Ihr vorzuwerfen, gerade dieses Projekt gewählt zu haben ist schon arg böse.

Auch das Ende kommt nicht nur abrupt, sondern auch noch sehr forciert und trotzdem praktisch. Natürlich muss es noch einmal Spannungen geben, natürlich muss zum Ende hin noch ein Problem auftauchen. Natürlich muss sie kurz vor Schluss wissen, dass sie ihr Leben versaut hat.

Davon abgesehen, er knutscht munter mit 3 anderen Mädels herum und sie ist die Böse, weil sie ihm nicht erzählt hat, dass ihr Ex im Palast ist. Eine Entscheidung, die sie nicht getroffen hat? Immerhin rastet er ja schon total aus, bevor er weiß, dass sie einmal herumgeknutscht haben.

Dann das Ende. Das Buch hatte so viel Potential. So viele Konflikte wollten noch gelöst werden. Es hätte ohne Probleme noch ein ganzes Buch gefüllt.

Die Südrebellen, wie sie enttarnt werden.

Die Nordrebellen, wie sie mit Hilfe des Prinzen und der Italiener eine Basis schaffen.

Die Abschaffung des Kastensystems.

Die Absetzung des fast wahnsinnigen und grausamen Königs.

Die Hochzeit, damit es auch etwas romantisch bleibt.

Stattdessen wird alles mit ein paar praktischen Schüssen geklärt. Ihm fällt ein, dass er nicht ohne sie leben kann. Dem König fällt ein sich das Leben endgültig noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen und daran zu sterben. Die König wirft sich auch in den Tod und weil es so praktisch ist werden die Südrebellen nebenbei von den Nordrebellen niedergemetzelt. Zum Schluss sind alle zufrieden. Alle Glücklich. Nur ich leider nicht.

Fazit:

Das Ende dieser Trilogie war übereilt, vereinfacht und vor allem Praktisch für den Autoren, da man sich eine Menge Erklärungen sparen konnte. Die Aufgebaute Welt, die so viel Potential hatte wurde mit einem Wurf versenkt. Ein K.O aus, in einem Boxkampf den jeder gerne auf Punkte gesehen hätte. Ich rede nicht davon, die Geschichte unnötig in die Länge zu ziehen, sondern viel mehr davon, ihr Potential voll auszuschöpfen.

Dennoch muss ich sagen, dass mich die Reihe mehr gefesselt hat, als ich von Anfang an dachte. Gerade wegen dieser Komplexen Welt, wegen den Konflikten und der Frage, wie diese gelöst werden würden. 4 Herzen für das Buch, doch nur 1 Herz für das Ende.

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