Jennifer Estep – Black Blade – Das dunkle Herz der Magie ♥♥♥♥♡

 

Manchen Leuten fehlt einfach jeder Ehrgeiz. Devon Sinclair beispielsweise ist davon überzeugt, dass Lila das »Turnier der Klingen« für sich entscheiden kann – dabei sollte er als ihr Kontrahent lieber daran arbeiten, sie zu besiegen. Doch was der eine nicht hat, hat der andere zu viel: Mysteriöse »Unfälle« sorgen dafür, dass ein Teilnehmer nach dem anderen aus dem Wettkampf scheidet. Irgendjemand möchte gewinnen, um jeden Preis! Als wäre das nicht schon Grund genug zur Sorge, hat Schurke Victor Draconi bereits einen finsteren Plan geschmiedet, um Devon und Lilas Freunden zu schaden. Und dann ist da noch ein Mörder in der Stadt, der es auf die Monster von Cloudburst Falls abgesehen hat. Eins sei damit ein für alle Mal bewiesen: Manchmal sind Menschen die eigentlichen Monster …

Ich hatte mich bei Band 1 soooo gefreut, dass es endlich mal eine Protagonistin ist, die nicht beim ersten Anzeichen von Devon (also ihrem männlichen Gegenpart) so sehr ins Schwärmen geriet, dass sie keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte.  Das aktuell oft verwendete Klischee, sie sieht ihn, liebt ihn, er ist ein Arsch und behandelt sie scheiße gibt es in genug anderen Büchern. Lila ist selbstständig, sie hat 4 Jahre ohne größere Hilfe auf der Straße überlebt, in einer Welt in der es Monster, Magier und die Maffia gibt. Im Übrigen, zumindest aus meiner Sicht, eine wundervolle Mischung.

Es ist hier auch nicht so, dass er sie ständig retten muss, im Gegenteil. Sie ist die rettende Person. Sie ist die Leibwächterin, sie ist der Beschützer und ich konnte kaum erwarten wieder in die Welt von Cloudburst Falls einzutauchen.

Also setzte ich mich ins Flugzeug, Ryanair, Reihe 33 Platz F, ganz hinten am Fenster, kuschelte mich so gut es ging ein und begann mit Buch 2.

Ziemlich am Anfang passiert es.  Kapitel 2 ich zitiere.

„Devon drehte sich zu uns um, dann hob er den Saum seines T-Shirts nach oben, um sich das Gesicht abzuwischen. Dabei enthüllte er seine Bauchmuskeln. Okay, ich starrte ihn schon wieder an.“

Wirklich Lila? Schon im zweiten Kapitel? Augen zu und Job machen junge Dame, diese Art von Unaufmerksamkeit tötet deinen Klienten.

Doch ich bin ja nicht so. Im Großen und Ganzen hält die Schmachterrei sich in dieser Reihe wirklich im Rahmen und seien wir ehrlich. Wir freuen uns doch auch für sie, vor allem, da Devon so gar nicht der Typische „ich bin nicht gut für dich Kerl“ ist sondern eher das Gegenteil. Nett, Höflich, Zuvorkommend, wer würde denn da nicht weiche Knie bekommen?

Ach ja, natürlich. Katja nicht. Die würde nämlich gerne da weiter machen wo sie und Felix im Jahr davor aufgehört haben, doch was Deah davon wohl hält? Unser Romeo hat alle Hände voll zu tun seiner Sommerliebe aus dem letzten Jahr zu erklären, dass er eine neue Liebe gefunden hat, eine die er nicht nennen darf und gleichzeitig seiner Julia zu erklären, dass sie die Einzige für ihn ist.

Apropos Deah, sie ist der absolute Favorit für dieses Turnier von dem immer alle Reden. Ein Turnier in dem Lila nie antreten wollte, doch wie so oft kommt es doch wieder anders als geplant. Nach dem ersten Sabotageakt packt unsere Diebin das Wettkampf Fieber und allein um den unsympathischen Toten zu rächen will sie verhindern, dass der Saboteur die Chance bekommt zu gewinnen, dann doch lieber selbst im Rampenlicht stehen.

Weil der Trubel um das Turnier nicht reicht gibt es auch noch ein Problem mit den Monstern in der Stadt, die ungewöhnlich Verängstigt sind, wodurch es immer wieder zu Zwischenfällen kommt, doch wer will den kleinen Tierchen schaden? Und vor allem, wer ist grausam genug sie regelrecht zu Tode zu Foltern?

Während Lila sich also in den gewohnten Wahnsinn stürzt findet sie weitere Details ihrer Vergangenheit heraus. Und nicht nur sie ist Schockiert über die Wendung, die diese (ein klein wenig voraussehbare) Information mit sich bringt.

Fazit: Auch im zweiten Band geht der Lesespaß ungebremst weiter. Jennifer Estep versteht es den Leser in eine aufregende Welt zu entführen, die unserer nicht nur ähnlich, sondern auch ganz anders ist. Ich bin jetzt schon traurig, dass es nach dem dritten Band keine weiter Geschichte aus Cloudburst Falls gibt, denn ich bin mir sicher, es gäbe außer die Geschichte von Lila und Devon noch die ein oder andere zu erzählen.

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