Gedanken zu der FBM17

Gedanken zu der FBM17

Gedanken zu der FBM17

Gestern Abend hatte ich darüber nachgedacht spontan mit meiner Tochter auf die Buchmesse nach Frankfurt zu fahren.

Sie liebt Bücher, ich liebe Bücher. An sich klingt das ganz gut.

Schlussendlich habe ich mich dann dagegen entschieden. Vielleicht ist ja doch noch etwas jung dafür. Als ich heute Twitter öffnete traf mich dann der Schlag. Die Buchmesse Frankfurt überschwemmte meinen Feed. Nicht wie sonst mit der Freude von Buchbloggern sondern viel mehr mit den Nachrichten von Eskalationen.

Ich war selten so froh darüber nicht auf eine Messe gefahren zu sein. Vor allem war ich noch nie so froh mit meiner Tochter eine neue Erfahrung nicht gemacht zu haben.

Vor einiger Zeit hatte ich einen Artikel über die AFD und die Buchmesse geschrieben. Darüber, dass ich es nicht verstehe, warum das Bundesamt für magische Wesen ihren Stand abgesagt hat.

Heute muss ich schweren Herzens diese Aussage zurück ziehen.

Wenn 74 Jährige auf der Messe ungestraft geschlagen werden dürfen….

Wenn Ehrengäste von der Messe verbannt werden um Rechte zu schützen….

Wenn die Polizei nicht zulässt, das eine Anzeige gegen Körperverletzung aufgegeben wird…..

Wenn es passiert, dass eingewanderte Mitbürger sich vor Angst zitternd nicht mehr bewegen können…..

Eine Party unter dem Motto „Vielfältigkeit gegen Rechts“ nur mit massivem Polizeischutz stattfinden kann…..

…. dann hat das alles nichts mehr mit Literatur zu tun. Dann hat das nichts mehr mit Meinungsfreiheit und Austausch zu tun. Dann ist das ein Schritt nach rechts. Ein gewaltiger.

Vermutlich hätte es funktionieren können, vermutlich hätte es ein Miteinander geben können, doch das die Buchmesse auf dem rechten Auge Blind ist hat die Eskalation ermöglicht. Wo Grenzen aufgezeigt werden müssten wurde unterstützt. Wo Hilfe gebraucht wurde haben sie ignoriert.

Bis zur Fertigstellung dieses Artikels liegt von der Buchmesse keine klare Aussage zur Rechten Szene vor.

Dafür aber eine Pressemitteilung zu den Vorkommnissen.

Ich hoffe, das die Leipziger Buchmesse aus diesen Tagen lernt.

Ich hoffe, das Deutschland aus diesen Tagen lernt.

Bitte lasst nicht zu, dass die rechte Szene mehr Boden bekommt.

Pressestimmen:

Bericht der taz

Bericht des Frankenjournals

Bericht der Hessenschau

Twitterstimmen:

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