#Buchpassion – Lieblingsautoren

#Buchpassion - Lieblingsautoren

Dieses Mal hat die #Buchpassion sich etwas Besonderes Ausgedacht.

Das Motto der Stunde lautet „Lieblingsautoren“ und ich habe lange überlegt, was ich zu diesem Thema schreiben möchte.

Man kann sich das so vorstellen, ich sitze vor meinem Bücherregal und ziehe meine Lieblingsautoren heraus. David Eddings, Markus Heitz gehören dabei zu den alten Hasen. Neu dazu gekommen sind Alwyn Hamilton und Katharina v. Haderer. Nicht zu vergessen Katrin Ils, mit ihrer Unstern Reihe. Fast wäre auch Anna Jarzab auf dieser Liste gelandet.

Doch was möchte ich über sie schreiben? David Eddings ist lange nicht mehr im Geschäft, ich habe die Belgariad Saga geliebt, und werde sie auf jeden Fall im neuen Jahr noch einmal Lesen. Auch Markus Heitz kenn ich aus den Anfängen. Die Ulldart Reihe habe ich verschlungen, als ich selbst noch zu Schule ging und von der Reihe zu der die Judaskinder gehören bin ich immer noch ganz begeistert.

Fragt man Freunde von mir werden sie bestätigen, dass ich stundenlang über diese Autoren reden kann, ihre Vorzüge hervorheben, und ganz verliebt in ihre Werke bin.

Aber genau hier ist der Haken. Ich bin nicht ganz verliebt in ALLE ihrer Werke. Gerade die späteren Werke lassen mich eher enttäuscht zurück. Die Götterkindersaga von Eddings habe ich nach einem halben Buch abgebrochen. Wedora von Markus Heitz habe ich zwar gelesen, doch mir fehlte … mein Lieblingsautor.

Vielleicht ist das mit ein Grund warum ich so um „Das Herz im Glas“ von Katharina herumschleiche.

Mit Blue Scales konnte sie mich total überzeugen, aber was wenn die Endtäuschung kommt, dass mir eben dieses ganz andere Buch nicht gefällt? Was ist wenn der dritte Band der „Rebells oft he Sand“ Tirlogie von Alwyn Hamilton ein Reinfall wird? Eine Trilogie die ich gerade erst entdeckt habe und die mich restlos begeistert?

So ging es mir bei „Das Licht von Aurora“ geschrieben von Anna Jerzab. Ich hatte den ersten Teil gelesen und konnte es kaum erwarten den nächsten in die Finger zu bekommen. Der erste Band war spannend, gut ausgearbeitet und mitreißend. Der Zweite … mich hat der zweite Band sehr enttäuscht. Die liebevoll ausgearbeitete Parallelwelt Aurora tritt in den Hintergrund, die Rebellion in dieser Welt wird unwichtig und plötzlich geht es um etwas ganz anderes? Etwas das eigentlich nichts mit dem ersten Band zu tun hatte? Die Tatsache, dass sie diese Reihe auch nicht weiterführt zeigt uns, dass sie selbst bemerkt hat, dass sie sich hier verrannt hat.

Was also tun wir, wenn unsere Lieblingsautoren uns endtäuschen?

Ich denke, wir sollten ihnen das Nachsehen. Schließlich ist so ein Buch unendlich viel Arbeit. Die Zeit, die Ideen die Kreativität die darin steckt können viele sich nicht einmal vorstellen und gerade Autoren wie Markus Heitz, die von ihrem geschriebenen Leben stehen unter dem Zwang jedes halbe Jahr ein Buch erscheinen zu lassen.

Ich meine damit nicht, dass wir über diese Fehler hinweg lesen, sie unkommentiert lassen. Denn nicht nur andere Leser, auch die betroffenen Autoren lernen aus der Kritik. Aber es ist nicht nötig eine Hexenjagt daraus zu machen.

Denn unter uns möchte ich den sehen, der immer perfekt arbeitet. Denn schlussendlich ist das Leben als Autor genau das: Harte Arbeit. Und ich feiere meine Lieblingsautoren, auch wenn ich nicht mit allen ihrer Werke einverstanden bin.

Wer sonst entführt mich immer wieder in fremde Welten, lässt mich immer wieder auf Reisen gehen und stellt mir die liebenswertesten, verrücktesten, gefährlichsten Menschen vor und das alles auf  meinem Sofa?

10 Kommentare


  1. Das ist auch einer der Aspekte, die es mir auch so schwer machen einen Lieblingsautor oder eine Autorin auszuwählen. Ich habe Autoren/Autorinnen, die ich präferiere, aber ich kenne von keinem alle Werke. Was wenn ich irgendwann etwas lesen, was mich total enttäuscht? Stößt es sie dann vom Thron. Geht das überhaupt? Oder ist ihr Platz schon so gefestigt, dass dies durch nichts mehr erschüttert werden kann? Schwierig, schwierig …

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    1. Ich habe weniger Lieblingsautoren, als Lieblingswerke, oder auch Reihen. Man kann nicht immer jeden zufrieden stellen, also auch nicht immer mich. 🙂 Hart ist es, wenn das innerhalb einer Reihe passiert, wie z.B. bei „Das Licht von Aurora“

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  2. Vielen Dank für deinen Beitrag zu #buchpassion! 🙂 Du musst ja nicht unbedingt einen einzigen Liebling haben. Für mich bedeuten Bücher in unterschiedlichen Lebenslagen auch immer etwas anderes.

    Janine

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    1. Ja, da gebe ich dir vollkommen recht. Bis auf ein paar herausragende Bücher ist mir meist gerade das am liebsten, dass ich gerade lese. 🙂

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  3. Hey,

    für mich sind Lieblingsautoren auch immer mit bestimmten Büchern/Lebenszeitpunkten verbunden. Kai Meyer werde ich für seine Wellenläufer und Merle-Trilogien wahrscheinlich ewig dankbar sein, aber muss ich deswegen jedes seiner Bücher kaufen und mögen? Nein. In gewisser Weise war er auch nur eine Phase, er passt zu meinem 11/12-jährigem-Ich, aber heute eher nicht mehr so. Wirklich über eine lange Zeit begleitet hat mich bisher nur Douglas Adams, aber es hilft sicherlich, dass es von ihm keine neuen Bücher mehr geben wird.

    Liebe Grüße,
    Lena

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    1. Ja, das denke ich mir bei dem ein oder anderen Autoren auch. Ich würde so gerne die Belgariad Sage noch einmal lesen, aber ich habe einfach Angst mich selbst zu sehr verändert zu haben.

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  4. Ein schöner Beitrag und ja, ich denke es ist sehr hohe Kunst mit all seinen Werken die Leserschaft zu überzeugen! Und doch bleiben sie doch die Lieblinge (nehmen so vielen anderen *lach)!

    McFadyen bspw. lese ich sooo so gern, aber mit seinem aktuellem Buch konnte er mich so gar nicht überzeugen – dennoch werde ich seine kommenden Bücher lesen! Welch Anmaßung wäre es ihn aufgrund eines Buches ab sofort nicht mehr zu lesen?!

    Liebe Grüße
    Janna

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    1. So geht es mir auch. Mittlerweile habe ich mir sogar abgewöhnt sofort alles von einem Autor zu verschlingen, sondern lasse immer etwas Zeit dazwischen, oder lese vielleicht sogar das ein oder andere Werk gar nicht.

      Man setzt die Erwartungen einfach ein Stück höher, wenn das letzte nicht nur so gut war, sondern eben gerade erst beendet wurde.

      Alles Liebe
      Kani

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  5. Ein toller Beitrag zur #buchpassion. Ich finde, man muss gar nicht unbedingt alle Werke gelesen haben oder alle Bücher gut finden. Für mich ist das eher so ein Ding vom Gefühl her und sie kommen mir halt als erstes bei Büchern in den Sinn. Wenn ich dann länger drüber nachdenke, fallen mir auch noch sehr viele andere tolle Autoren ein, die ich gerne lese. Und wer weiß, in 10 Jahren habe ich vllt ganz andere Lieblingsautoren…

    LG, Moni

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    1. Unsere Lieblingsautoren werden immer mehr. Das sind Rudeltiere. Gerade wenn man viel liest bleibt es gar nicht aus neues, wirklich schönes zu entdecken!

      Alles Liebe
      Kani

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