Aus aktuellem Anlass

Zu gegebenen Anlass.

Auf Facebook, Twitter und auch in dem ein oder anderem Blog wird derzeit wieder viel über Bücher wie 50 Shades of Grey und After Passion gesprochen.

Mittlerweile legt der Hype sich etwas und kritische Stimmen werden laut.

Ist das eine gesunde, gar erstrebenswerte Beziehung?

Rechtfertigt eine fürchterliche Kindheit, Reichtum und ein schönes Gesicht alles?

Was sagt dieses Buch über uns Frauen aus? Schließlich sind wir nicht nur die Zielgruppe, nein eine von uns hat es sogar geschrieben!

Wie immer gibt es Vertreter beider Seiten. Auch ich nehme ganz klar Stellung zu dieser Art Bücher.

Ich finde sie fürchterlich.

Ich muss mich sofort davon distanzieren, dass ich nicht den Schreibstil meine. Ich meine nicht den Autor an sich, ich meine die Aussagen dieser Bücher.

Nehmen wir einmal 50 Shades of Grey.

Mr. Grey hatte eine fürchterliche Kindheit und ist daher nicht fähig reale Beziehungen zu führen und flüchtet sich in eine SM-Welt in der er keine enge Beziehungen haben muss.

Geändert wird das erst, als Anastasia in sein Leben tritt, zum Schluss leben sie glücklich und zufrieden in einem riesigen Haus. Sie hat ihren Traumjob eineinhalb Kinder und alles ist gut.

Auch eine Beschreibung:

Mr. Grey ist ein reicher und attraktiver Kerl dem die Frauen zu Füßen liegen, auch Anastasia, die mit Männern bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts zu tun hatte. In ihrer ersten Beziehung gerät sie an einen Kerl, der sie von ihren Freunden trennt. Sie Emotional und Körperlich misshandelt. Er überwacht sie. Kauft sogar eine ganze Firma, nur weil sie beginnt dort zu arbeiten und kontrolliert sie so. Über allem liegt das Schweigen, denn sie darf mit niemanden darüber reden, immerhin musste sie eine Schweigepflichtseeklärung unterschreiben, die sie für den Rest ihres Leben in den Ruin treiben würde.

Aber wer würde letzteres schon lesen wollen? Ist der Glanz vorbei, wenn man das als Klappentext vorgesetzt bekäme?

Ich habe keinerlei Verständnis dafür, dass eine Frau ihres „Helden“ dinge sagen lässt wie „Ohne Kondom ist es kein wirklicher Sex.“ Gerade nicht, wenn die Zielgruppe Mädchen im Alter von 16 – 24 sind.

Was in diesen Büchern passiert ist nicht romantisch, es ist grenzwertig. Was wir zu lesen bekommen ist keine Liebesgeschichte, es ist ein Fall für CSI Miami.

Oder ist plötzlich alles in Ordnung, denn er ist ja reich?

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